Kneippen macht munter

Kneipp macht fit

Kneippscheu Anwendungen

 

Tu Deinem Körper gutes, damit Deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.

                                                           Theresa von Avila

 

Vielleicht hat das auch Sebastian Kneipp so gesehen, denn Wasserheilkunde und Naturheilkunde sind eng miteinander verbunden. So wie viele andere traditionellen Behandlungsmethoden, erleben auch die Kneippschen Anwendungen eine Renaissance. In vielen Wellnesseinrichtungen sind sie Teil einer Körperbehandlung und werden erfolgreich bei den verschiedensten Beschwerden eingesetzt. Aber auch zur allgemeinen Stärkung und Abhärtung können diese vielfältigen Wasseranwendungen im Salon oder zu Hause eingesetzt werden.

 

Das Bad ist so alt wie die Menschheit selbst, zahlreiche Künstler widmeten sich diesem Thema. Das bekannteste Gemälde von Lucas Cranach d. Ä. aus dem Jahre 1546 zeigt den „Jungbrunnen“. Darauf ist zu sehen, wie von der linken Seite karren weise alte gebrechliche und kranke Frauen zum Jungbrunnen gebracht werden, ihn durchschreiten oder durchschwimmen und auf der anderen Seite als schöne, junge Frauen entsteigen und von einem Edelmann empfangen werden. Auch Albrecht Dürer hielt ein „Frauenbad“ in einer Federzeichnung fest. Auf diesem ist ein Ofen zu sehen in dem heiße Steine liegen und mehrere Frauen sind mit ihrer Toilette beschäftigt. 

 

Kaltes Wasser ist als Heilmittel schon in den Stämmen der Urgemeinschaft bekannt. Man benutzte kaltes Wasser gegen hohes Fieber, bei der Behandlung von Geisteskranken und ganz besonders bei der Bekämpfung von Epidemien. 

Als Sohn eines armen Leinenwebers wurde Sebastian Kneipp am 17. Mai 1821 in Stephansried in der Nähe von Ottobeuren im bayrischen Schwaben geboren. Sebastian Kneipp wollte Priester werden bekam aber von den Eltern keine Einwilligung, auch andere Priester sind nicht bereit ihm zu einem Studium zu verhelfen.

Nach einigen Jahren voller Widrigkeiten fand er im Kaplan Dr. Merkle in Grönenbach einen Wohltäter, der ihm unentgeltlich Unterricht gab. Im Jahre 1849 ging Kneipp nach München und stößt, immer noch erkrankt an Lungentuberkulose, auf ein 1737 erschienenes Buch von Dr. med. Johann Siegmund Hahn über „Die wunderbare Heilkraft von frischem Wasser ...“.

Angeregt durch diese Aufzeichnungen erprobte Sebastian Kneipp mit vollem Erfolg die Kraft des Wassers an sich selbst.

Damals noch heimlich übergießt er sich nachts mit einer Gießkanne, das ist der Anfang der Kneippschen Güsse.

Kneipp hat demzufolge die Wasseranwendungen zwar nicht erfunden, aber er hat sie erfolgreich wiederbelebt und ausgebaut. Auch ist unbedingt darauf zu achten, für jedes Problem die richtige Anwendung zu finden. Es gilt den Körper zu kräftigen und in seiner Gesamtheit zu sehen. So überrascht es nicht, dass auch schon Sebastian Kneipp in die Behandlungen gesunde Lebensgewohnheiten einfließen lässt.

In diesem Zusammenhang kommt auch die Anwendung von Heilkräutern in Betracht.

Verschiedene Wasseranwendungen stehen zu Verfügung, von denen einige im Salon angewendet werden können.

Als leichte Anwendungen gelten die Ganz- und Teilwaschungen. Das Wesen besteht darin, eine dünne Schicht Flüssigkeit auf die Haut zu bringen und diese zu einer Reaktion zu veranlassen. Ausgeführt wird die Anwendung mit kaltem, frischem Wasser rasch, aber ohne Hast, danach wird gut zugedeckt Ruhe empfohlen bis der Körper wieder gut durchgewärmt ist.

 

Eine weitere bekannte Anwendung sind die Güsse, wobei mit einem gleichmäßig fließendem Wasserstrahl flächenförmig das jeweilige Körperteil übergossen wird. Die verschiedenen Güsse lassen sich leicht in den meisten Wellnesseinrichtungen oder Saunabädern anwenden.

Diese Form der Wasseranwendung hat eine noch stärkere Wirkung als Bäder. Sie wirken vorwiegend über die Funktionen der Haut auf den Kreislauf, das Nervensystem und den Stoffwechsel.

Ein Knieguss eignet sich zum Beispiel zur Abhärtung bei kalten Füßen und sehr gut bei Personen, die an venösen Durchblutungsstörungen leiden. Wichtig hierbei ist eine Vorerwärmung, wie bei allen Anwendungen. Es werden nur die Unterschenkel entkleidet. Der Guss beginnt an der Außenseite des rechten Fußrückens, führt über die Außenseite der Wade, die rechte Kniekehle und die Innenseite des rechten Unterschenkels hinab. Danach an der Außenseite des linken Fußrückens, über die Innenseite der linken Wade, die linke Kniekehle, wieder in die rechte Kniekehle und nochmals in die linke Kniekehle, um dann über die Innenseite der linken Wade und dem linken Fußrücken auf den Fußsohlen zu enden.

 

Güsse & Co.

Weitere Kneippscheu Anwendungen sind Wassertreten und Taulaufen. Hierbei werden die Abwehrkräfte des Körpers gestärkt und bei Fuß- und Beinproblemen eine gute Alternative zu herkömmlichen Therapien.

 

Das Wassertreten kann in einer Badewanne, einer großen Schüssel oder in speziell dafür vorgesehenen Becken ausgeführt werden.    


Therapeut

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